Verschreiber und die stille Rolle des Korrektorates

Es gibt Tage, da scheint die Tastatur gegen die Schreiber zu arbeiten: Die Hände tanzen, der Kopf ist online, und trotzdem landet das Wort auf dem falschen Planeten. Willkommen in der wunderbaren Welt der Verschreiber. Sie tauchen dort auf, wo man sie am wenigsten braucht: im Fließtext, im Bewerbungsschreiben, in E-Mails oder in der Korrespondenz an Kunden.

Warum passieren Verschreiber?

Weil unsere Gehirne oft sagen: „Ich sag dir, was da stehen soll“, während unsere Finger dann doch das ansteuern, was die Tastatur gerade wörtlich, aber nicht sinngemäß versteht. Nehmen wir etwa das Beispiel „Strandortsuche„. Das klingt nach Sonne, Sand und einem GPS, das einem sagen will: „Hier ist der Strand, lass‘ dich an diesem Ort nieder und genieße. Die Pointe: Das Korrektorat würde sich sicher auch gerne an diesem Ort niederlassen, spitzt aber seinen Bleistift und streicht einfach das „R“. […]

Bessere Lesbarkeit durch Bindestrich?

Welche Funktion hat der Bindestrich?

Kurz gesagt: Der Bindestrich soll die Lesbarkeit und Verständlichkeit des Textes vereinfachen, den Lesefluss verbessern. Sinnvoll eingesetzt, tut er das auch, wie diese Beispiele zeigen:

Der Bindestrich muss laut Duden gesetzt werden, wenn die Zusammensetzungen Buchstaben, Zahlen (C-Dur-Tonart, 2:1-Mischung) oder Abkürzungen (Musik-CD) beinhalten. Ein Bindestrich steht, wenn es sich um mehrteilige Zusammensetzungen mit Wortgruppen handelt (das Nicht-im-Klaren-Sein).

Als sogenannter Ergänzungsstrich erspart er die Doppelnennung von Wortelementen (An- und Abmeldeschalter, Messeplanung und -durchführung). […]

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