Wie viele Menschen in Deutschland leiden an Aufschieberitis?

2 von 10, 5 von 10 oder 8 von 10 Menschen?

Die Lösung: Aus einer Studie des Markt- und Sozialforschungsinstituts SINUS in Heidelberg geht hervor, dass 8 von 10 Deutschen an Prokrastination („extremes Aufschieben“) leiden. Vielen ist das bewusst und sie möchten auch dagegen angehen, aber wie?

Tipps und Tricks gegen die Aufschieberitis

1. Was sagt die Selbstreflexion dazu? Vielleicht helfen die Antworten auf folgende Fragen:

  • Warum traut man sich an die Aufgabe nicht heran?
  • Was stört an der Aufgabe daran?
  • Warum löst die Bearbeitung der Aufgabe Stress aus?

Je nach Tagesform kann es variieren, eine Aufgabe zu erfüllen, einen Tag Aufschub oder zwei lassen sich noch vertreten, doch dann wird es Zeit, Es können immer auch wieder kurzfristig neue Arbeiten hinzukommen … dann kann es ganz leicht stressig werden, was vermeidbar gewesen wäre, hätte man sich gleich ans Werk gemacht.Aufschieberitis, Prokastination

2. Wie sieht es mit der Ablenkung aus?

Smartphone, Radio oder Internet sind die gängigsten Ablenkungsquellen im Arbeitsumfeld. Also: Erst einmal Handy zur Seite legen bzw. ausschalten. Konzentration auf das eigentlich Wesentliche hilft, sich nicht mehr so schnell ablenken zu lassen … und: Übung macht dann darin den Meister. Ordnet man alle anfallenden Tätigkeiten nach Wichtigkeit und setzt sich dafür feste, aber realistische Fristen, gelingt es leichter, locker und stressfreier alle wichtigen Aufgaben nacheinander abzuarbeiten.

3. Realistische Ziele setzen – so vermeidet man u. a. die Aufschieberitis!

Realistische Ziele bei der Tagesplanung sind das A und O. Oft dauern die Arbeiten länger als gedacht. Plant man also Pufferzeiten ein, arbeitet es sich entspannter und Stress kommt erst gar nicht richtig auf – und vielleicht bleibt am Ende des Tages sogar noch etwas Zeit, um vielleicht schon eine erste To-Do-Liste für den kommenden Tag zu erstellen – oder aber, sich für die getane Arbeit zu belohnen, z. B. früher Feierabend zu machen oder, oder, oder.

4. Schluss mit Multitasking!

Das Smartphone ist immer griffbereit und schnell werden während eines Meetings oder einer Präsentation mal die E-Mails gecheckt. Multitasking geht aber immer auf Kosten der Konzentration und des Zeitmanagements. Mit anderen Worten: Arbeitet man konsequent und konzentriert, umso schneller ist die Aufgabe erledigt.

Ich selbst bin ein Freund der To-Do-Listen. Das hat den Vorteil, dass man auf einen Blick sieht, welche Aufgabe Priorität hat und was im Laufe des Tages alles noch so zu erledigen ist – und das Abhaken motiviert dann noch zusätzlich und gibt ein gutes Gefühl.