Aus dem Alltag einer (medizinischen) Schreibkraft

Unser Spezialgebiet ist die Gesundheitskommunikation.

Über 30 Jahre Branchen-Know-how machen uns zu einem kompetenten Bürodienstleister und qualifizierten Partner auf dem Gebiet der Arztbrief- und Gutachtenschreibung. Auf dieser Erfahrung basieren auch unsere ausgezeichneten Kenntnisse der medizinischen Nomenklatur in allen Fachdisziplinien.

Unser Kommunikationsbüro hat den Wandel von der analogen zur digitalen Technik schon vor Jahren vollzogen. Die Kommunikation mit unseren Kunden und Interessenten läuft in der Regel digital ab.

Wie der Alltag einer medizinischen Schreibkraft aussieht, zeigt ein kleiner Blick hinter die Kulissen:

medizinische Schreibkraft

1. Abrufen der Diktataufträge:

Unser erster Blick morgens wandert zum E-Mail-Postfach. Dort rufen wir die (verschlüsselten) Diktataufträge ab.
Im nächsten Gang richten wir unser Augenmerk auf die VPN-Leitung(en) zu unseren Kunden, zu denen wir via Server Zugang zu den Diktaten haben.

Und – man mag es in unserer digitalisierten Geschäftswelt kaum glauben – erreichen uns ab und an noch analoge Diktate, sprich Kassetten auf persönlichem Wege, die wir ebenfalls in unseren Auftragseingang einbinden (aktuell mit entsprechenden Schutzmaßnahmen).

2. Verteilen der Arbeitsaufträge:

Je nach Dringlichkeit und Umfang organisieren wir innerhalb des Teams die einzelnen Arbeiten.

3. Bearbeitung der Arztbriefe, Gutachten, Berichte:

Die digitalen Audiodateien werden zeitnah transkribiert, die analogen Kassettendiktate umgesetzt und an den Auftraggeber auf gleichem Wege retourniert, wie sie eingetroffen sind.

Das hört sich einfacher an, als es tatsächlich ist.
Ein paar Hürden möchten wir hier auflisten:

Oft fängt es schon damit an, dass der Diktant/die Diktantin vergisst, sich vorzustellen oder die Stammdaten des Patienten/der Patientin nicht diktiert. Dann spielen wir Sherlock Holmes, recherchieren im Internet auf Basis der diktierten Fragmente – wenn es uns gelingt, können wir der Datei die passende Bezeichnung geben, ansonsten hilft nur die Nachfrage beim Auftraggeber (Zeitverlust!).

Oder aber der Name ist so kompliziert, dass er nur durch korrektes Buchstabieren entschlüsselt werden kann. Auch das Buchstabieren versäumen die Diktierer häufig. Dann ist Recherche das Mittel der Wahl. Gleiches gilt für Fachtermini. Früher stand dazu der Psychrembel griffbereit auf dem Schreibtisch, heute ist es Mr. Google.

Manchmal ist die Aussprache unklar oder Nebengeräusche durch Baustellenlärm, mitdiktierende Kollegen oder Musik im Hintergrund erschweren das Umsetzen des Gehörten. Dann gelingt es oft nur mit vier oder sechs Ohren, den Namen oder das Gesagte zu decodieren.

Eine hohe Herausforderung an das Verstehen stellen zum einen die unterschiedlichen Sprechweisen, Sprechgeschwindigkeiten, Dialekte oder der Sprachfluss dar, zum anderen auch häufig die Sprachbarriere ausländischer Ärzte/Ärztinnen. Gerade in diesen Fällen fungieren wir als “Übersetzer”, glätten sprachliche Unebenheiten, verleihen den Sätzen den nötigen Feinschliff und setzen das Diktierte grammatikalisch korrekt um.

Aufmerksamkeit spielt auch bei den Angaben über die Lokalität (Stelle) der Verletzung oder Behinderung eine Rolle. Hier geben wir den Diktierern im Dokument die Hinweise, damit sie prüfen können, ob z. B. die Humeruskopffraktur links (eingangs diktiert) oder rechts (ausgangs diktiert) entstanden ist. Bei uns heißt “schreiben” eben nicht nur tippen, sondern auch mitdenken.

Dem Team von “Le Bureau” ist es wichtig, ein überzeugendes Ergebnis zu liefern. Hierbei werden den Schreibkräften neben den Kenntnissen in der medizinischen Terminologie auch das sichere Beherrschen der Rechtschreibung und der Normen zur DIN 5008 abverlangt.

4. In unserem Leitfaden für Vieldiktierer haben wir die Beobachtungen und Erfahrungen aus jahrelanger Arbeit gebündelt.

Unsere Anleitung „Perfekt diktieren – Schritt für Schritt!“ https://www.u-schaecher.de/perfekt-diktieren/ enthält die 12 wichtigsten Regeln für effizientes Diktieren … verinnerlicht der Diktant/die Diktantin diese Empfehlungen, ist es auch für die medizinische Schreibkraft einfacher, schnell und gut das Diktierte abzuliefern.