51 Wörter aus 2018 sind neu angekommen in unserem deutschen Wortschatz.

Die deutsche Sprache ist ausdrucksstark, schön, verdient es, wertgeschätzt zu werden und ist wortreich. Je nach Sicht- und Zählweise bewegt sich die Anzahl zwischen 200.000 bis 500.000.

Sprache lebt, verändert sich im Laufe der Zeit. Viele Begriffe gehen verloren, andere füllen den Wortschatz wieder auf. So nimmt das Mannheimer Institut für Deutsche Sprache (IDS) jedes Jahr neue Wortschöpfungen, sogenannte Neologismen, auf. Hierbei handelt es sich nicht etwas um eine Neukreation, die,  einmal “erfunden”, morgen wieder verschwindet, sondern vielmehr um Wörter, die in mehreren Sprachen akzeptiert werden und sich in der Sprache etablieren.

In diesem Jahr sind es 51 Neuzugänge (siehe unten, Quelle: https://www.owid.de/docs/neo/start.jsp). Viele (39!) stammen – wen wundert es? – aus dem Englischen.

Neologismen, also diese sprachlichen Neuschöpfungen, Neuprägungen bzw. Kunstworte, die in der deutschen Allgemeinsprache aufgenommen werden, repräsentieren Trends: gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche. Das zeigen auch die Beispiele:

alternativer Fakt
Bingewatching
Black Friday
Candystorm
Cheatday
Chefmasche
Clean Eating
Clickbait
Cold Brew
Cronut
Cyber Monday
Destroyed Jeans
Duckface
Erdüberlastungstag
Escaperoom
Filterblase
Flowersprout
Foodsaver
Foodsharing
Freundschaft plus
Gendergap
Genderstar
Genderstern
Gendersternchen
Hater
Hoverboard
Listicle
Meme
MeToo-Bewegung
MeToo-Debatte
Mikroplastik
MOOC
nice
Paracycling
Pfandring
Planking
Reparaturcafé
Schwamstadt
Social Freezing
Tiny House
twerken
Twerking
UMA
UMF
Vitual-Reality-Brille
VRB
Walk-in-Dusche
Welterschöpfungstag
Zoodles

Dennoch sollten wir Deutsche uns nicht bei jeder Gelegenheit von (speziell der englischen) Fremdsprache überrollen lassen. Vielerorts ist es in Firmen bereits so, dass Besprechungen („Meetings“) in Englisch gehalten werden, sobald auch nur ein Engländer, Amerikaner oder Ausländer eines anderen Landes zugegen ist. Eine Form der Höflichkeit, vielleicht. Aber kann sich jemand vorstellen, dass man in England/USA eine Besprechung auf Deutsch abhält, sobald nur ein deutscher Teilnehmer anwesend ist? Ich nicht! Aber das nur am Rande.